Spielplatz-Einweihung

Ein Spielplatz, der allen Kindern gefällt

Dank der Beratung und finanziellen Unterstützung der Stiftung "Denk an mich" und weiterer Gönner konnte die Spielanlage Doppleschwand hindernisfrei gebaut und so für alle zugänglich gemacht werden. Am Samstag, 1. September 2012, wurde sie eingesegnet; trotz Regen waren viele fröhliche Gesichter anzutreffen.

Gemeindepräsident Franz Heer freute sich, dass die Einweihung so grosse Beachtung fand. Nach der feierlichen Einsegnung durch Pfarrer Nick Ryan kam für die Kinder endlich der sehnsüchtig erwartete Moment. Sie durften das Band durchschneiden und den Spielplatz beim Schulhaus auskundschaften. Der Regen vermochte ihre riesige Begeisterung nicht zu trüben. 

Begegnungsmöglichkeit für alle

"Die gekonnte Kombination von Spielgeräten mit natürlichen Elementen hier ist bemerkenswert. So werden sowohl die Bewegung als auch die Sinne angesprochen und gefördert", freute sich die Geschäftsführerin von "Denk an mich", Catharina de Carvalho. Doppleschwand sei das zehnte von ihnen unterstützte Projekt und gleichzeitig das erste einer Landgemeinde. Sowohl Menschen mit einer mobilen Beeinträchtigung als auch Personen mit einem Kinderwagen oder ältere Menschen mit Gehhilfen werde damit der Zugang ermöglicht. Die Spielgeräte seien auch von Kindern mit Behinderungen benutzbar und erleichterten das gemeinsame Spiel. "Damit tragen wir zur Integration von Menschen mit einer Behinderung in den Alltag bei. Auf beiden Seiten werden dabei Berührungsängste abgebaut". Auch bei der Infrastruktur habe man auf die hinernisfreie Erreichbarkeit für alle geachtet, erklärte Catharina de Carvalho. Die Stiftung engagierte sich in Doppleschwand mit 40 000 Franken.

Die einheimische Elisabeth Lingg weilte mit einer Gruppe vom Heilpädagogischen Zentrum Sunnebüel, Schüpfheim, zu Besuch. Diese zeigten sich begeistert vom neuen Spielplatz.

Lobende Worte und grosse Freude

"Ihr scheut auch einen grösseren Aufwand nicht, damit ein Spielplatz für alle geschaffen wird", rühmte Markus Zweifel, Sicherheitsdelegierter der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu). Der Schulleiter Werner Schneider betonte die Wichtigkeit der Bewegung, die Freude daran und positive Erfahrungen damit. "Ich wünsche euch allen immer wieder die Lust zum Bewegen mit vielen bewegenden Momenten", schloss er sein Grussvotum. Franz Heer bedankte sich bei den Gönnern: Bei der Stiftung "Denk an mich", der Korporationsgemeinde, der Iris Spielwelten GmbH, Neudorf, der Egli Gartenbau AG, Entlebuch, und der Franz Häfliger AG, Büron, für ihre sehr grosszügigen Unterstützungen.

Der neupensionierte Karl Felder freute sich über sein letztes als Gemeindammann mitgeschaffenes grosses Projekt: "Das aufstrebende Doppleschwand hat im Kanton auf die Bevölkerung berechnet, die höchste Kinderzahl, was dieses schöne Werk besonders rechtfertigt."

Als Leiter der Musikschule benutzte Urs Arnet die Möglichkeit, am Tag der Musik für die bevorstehende Abstimmung über die Jugendmuskförderung um wohlwollende Zustimmung zu werben. Einige Musikschülerinnen umrahmten die gediegene Feier mit lüpfigen und fröhlichen Tänzen. Im Festzelt begeisterte der Clown Manu mit seinen lustigen Zauberkünsten die Kinder. Der Hotdog stärkte sie, damit sie weiter herumklettern und danach das Grümpelturnier mit der nötigen Energie zu meistern vermochten. Derweil genossen die Erwachsenen das gemütliche Zusammensein im Trockenen.

Text Annelies Bichsel, Entlebucher Anzeiger

Impressionen